Europäisches Jiddisch Festival

Karsten Troyke (Deutschland)
Schon in seinem Elternhaus wuchs der junge Berliner Jiddisch-Interpret mit internationalem Liedgut auf. Vor allem die Lieder in jiddischer Sprache haben ihn besonders interessiert. Seit 1982 tritt Troyke öffentlich auf, vornehmlich mit jiddischen Liedprogrammen. 1992 stellte er seine erste CD Scholem Alejchem vor. Begleitet wird er von Götz Lindenberg.

Auf dieser CD singt er Schisstersche Wajbelech und Duss Glik flit arajn durchn Fensster.

Myriam Fuks & Ensemble (Belgien)
In Tel-Aviv geboren, entstammt Fuks einer Künstler-Familie und ist mit jiddischer Zunge und Musik aufgewachsen. Ihre Grosseltern konzertierten noch in Warschau und Odessa. Myriam begann ihre ersten Gehversuche auf der Bühne bereits mit vier Jahren. Heute lebt sie in Brüssel als Schauspielerin.

Auf dieser CD sind ihre Lieder Ich bin a fartiker und Warsche zu hören.

Janet & Jak Esim-Ensemble (Türkei)
Sefarad war die hebräische Bezeichnung für Spanien. Ladino, auch spaniolisch genannt, war die Sprache der spanischen Juden des Mittelalters. Mit der Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal vor 500 Jahren gelangte ihre Kultur auf den Balkan, in die Türkei und nach Nordafrika. Seit Mitte der 70er Jahre hat Jak Esim die sefardischen Lieder von alten Sefardinnen gesammelt. Fast nur noch die Generation der Grosseltern spricht die auf dem kastilianischen Dialekt des 15. Jahrhunderts basierende Sprache, die später, wie auch das Jiddische, mit Lehnwörtern aus anderen Sprachen angereichert wurde. Seit 1988 präsentiert Jak Esim zusammen mit seiner Frau Janet die Lieder der Sefarden auf den Bühnen im In- und Ausland. Begleitet werden sie dabei von exzellenten Musikern.

Auf dieser CD stellen sie die beiden Lieder Gülpembe und Yo era ninya de kaza alta vor.

Maria Krupowies (Litauen)
1960 in Wilna/Vilnius geboren, war ihre Entwicklung als Künstlerin eng mit ihrer Geburtsstadt verbunden. Dort hat sie an der Musikhochschule das Fach Violine erfolgreich absolviert. Von den Grosseltern lernte sie die Volsklieder ihrer Umgebung. in Wilna, dem "Jerusalem des Nordens" wurde das beste Jiddisch gesprochen. Krupowies hat sich zum Ziel gesetzt, die Kultur der Minderheiten Litauens zu bewahren. Fernseh- und Rundfunkauftritte haben sie über die Grenzen ihres Landes hinaus bekannt gemacht.

Auf dieser CD kommen die Lieder Wilne und SS'dremlen fejgl ojf di zwajgn zum Vortrag.

The Spice of Life (England)
Im Londoner Eastend existierte einmal eine grosse jüdische Gemeinde, in der hauptsächlich Jiddisch gesprochen wurde. Das Klesmer-Ensemble Spice of Life kommt aus diesem Umfeld. Die sechs Musiker unter der Leitung ihres Direktors Barry Weinberg spielen oft zu jüdischen Anlässen wie Hochzeiten, Barmizwas und Familienfeiern. Es ist die Musik ihrer Grosseltern, die von der Gruppe mit neuem Leben gefüllt wird. Erstes Debut auf dem Kontinent.

Auf dieser CD spielen sie eine Hora Odessa und A kind a goldene.

Hai & Topsy Frankl (Stocksund, Schweden)
Das Folk-Duo aus Stocksund bei Stockholm ist seit dem "Liederfrühling" in den Sechzigern auf Burg Waldeck im Hunsrück bestens bekannt. Hai (Heinrich) Frankl stammt aus Wiesbaden, seine Frau Topsy (Gunnel Wahlström) ist Schwedin. Anfangs machte das in den Fünfzigern gegründete Duo hauptsächlich schwedische Volksmusik. Zu einem grossen Erfolg wurden ihre Auftritte beim ersten Jiddischen Liederfest in Zürich 1984 und bei den Jiddischen Liederfestivals in Wuppertal und Dorsten 1985. Sie tragen Lieder des ostjüdischen Proletariats vor.

Auf dieser CD: Schaloch ssudess und Der Becher.

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